Beschreibung
Derzeit hat die Stadtbahnlinie 1 in den Hauptverkehrszeiten auf Teilabschnitten nicht mehr ihre Kapazitätsgrenze überschritten, aber es ist davon auszugehen, dass dies bald wieder der Fall sein wird. Auch die Stadtbahnlinien 7 und 9 werden kurzfristig ihre Kapazitätsgrenzen überschreiten. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums und der angestrebten Verkehrswende zur Stärkung des Umweltverbundes ist eine deutliche Ausweitung der angebotenen Kapazitäten kurz- bis mittelfristig zwingend erforderlich. Die Kapazitätserweiterungen auf der Ost-West-Achse sind auch Voraussetzung für Erweiterungen des Kölner Stadtbahnnetzes z. B. nach Neubrück, Zündorf-Süd oder Bergisch Gladbach-Moitzfeld. Taktverdichtungen auf der vorhandenen Infrastruktur sind aufgrund der Zugfolge von 5 Fahrten pro 10 Minuten je Richtung im zentralen Bereich nicht mehr möglich, so dass zusätzliche Kapazitäten entweder den Bau einer zusätzlichen Strecke durch die Innenstadt oder die Ertüchtigung der vorhandenen Strecke für längere Züge erfordern. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten bietet derzeit lediglich die Ertüchtigung für längere Züge eine zeitlich realistische Umsetzungsperspektive.
Der Einsatz von Langzügen (ca. 90 m statt bisher 60 m; d. h. Erhöhung des Platzangebots um 50 %) auf der Ost-West-Achse bedarf einer Anpassung zahlreicher bestehender Haltestellen.
Für das hier vorliegende Projekt sind diese vier unterirdischen Haltestellen im rechtsrheinischen Stadtgebiet relevant:
• Deutz Technische Hochschule [DZB]
• Kalk Post [KPO]
• Kalk Kapelle [KKP]
• Fuldaer Straße [FDS]
Die übergeordneten Projektziele für alle Haltestellen sind:
• Brandschutztechnische Ertüchtigung, inklusive Schaffung von zusätzlichen Zugängen (basierend auf den Brandschutzkonzepten in Folge einer erhöhten Fahrgastzahl)
• Schaffung einer Barrierefreiheit
• Schaffung einer Attraktivierung
Die relevanten Leistungsbilder/Gewerke sind:
• Freianlagen gemäß § 38–40 und Anlage 11 der HOAI 2021:
- Deutz Technische Hochschule [DZB]
Im Rahmen der Verkehrsanlagen-Planung wird der Straßenraum neugestaltet. Daher ist eine Neugestaltung des Bestands erforderlich. Bei Eingriffen in den Pyramidenpark ist eine Neugestaltung dort erforderlich.
- Kalk Post [KPO] und Kalk Kapelle [KKP]
Im Rahmen der Verkehrsanlagen-Planung wird der Straßenraum neugestaltet. Daher ist eine Neugestaltung des Bestands erforderlich.
- Fuldaer Straße [FDS]
Rahmen der Verkehrsanlagen-Planung wird der Straßenraum neugestaltet. Daher ist eine Neugestaltung des Straßenraums und des Spielplatzes erforderlich. Vorhandene Bäume sind nach Möglichkeit zu erhalten. Insbesondere ältere Bäume, die sich im südlich angrenzenden Privatgrundstück befinden. Der Platzbereich zwischen Bushaltestelle, Aufzügen und Spielplatz ist als gut einsehbare Platzfläche zu gestalten. Der Grad der Versiegelung hat sich am Bestand zu orientieren. Bei der Neugestaltung des Spielplatzes ist das Amt für Kinder, Jugend und Familie dezidiert zu involvieren.
• Verkehrsanlagen gemäß § 45–48 und Anlage 13 der HOAI 2021:
- Deutz Technische Hochschule [DZB]; Kalk Post [KPO]; Kalk Kapelle [KKP]:
Die Anordnung der neuen Zugänge zur U-Bahn-Haltestelle sind mit der Gebäude- und Technik-Planung zusammen zu erstellen. Dabei sind vor allem die Fahrgastlenkung und die Straßenoberfläche in Betracht zu ziehen. Kollidieren bestehende Anlagen (Gehweg, Radweg, Parkplätze, etc.) mit den neuen Zugängen, sind diese anzupassen und gleichwertige Ersatzanlagen zu schaffen. Des Weiteren ist das Umbaugebiet der Straße mit einem Bodenleitsystem zu ergänzen. Für die neuen Zugänge sind Entwässerungseinrichtungen (bspw. Kastenrinne) vorzusehen, deren Anschluss an ein übergeordnetes System und rechnerische Nachweise. Für die Beleuchtungsmasten und anderen Kleineinrichtungen sind Fundamente und Kabeltiefbau vorzusehen.
- Fuldaer Straße [FDS]
Die Anordnung der neuen Zugänge zur U-Bahn-Haltestelle sind mit der Gebäude- und Technik-Planung zusammen zu erstellen. Dabei sind vor allem die Fahrgastlenkung und die Straßenoberfläche in Betracht zu ziehen. Kollidieren bestehende Anlagen (Gehweg, Bushaltestelle, etc.) mit den neuen Zugängen, sind diese anzupassen und gleichwertige Ersatzanlagen zu schaffen. Des Weiteren ist das Umbaugebiet der Straße mit einem Bodenleitsystem zu ergänzen. Für die neuen Zugänge sind Entwässerungseinrichtungen (bspw. Kastenrinne) vorzusehen, deren Anschluss an ein übergeordnetes System und rechnerische Nachweise. Für die Beleuchtungsmasten und anderen Kleineinrichtungen sind Fundamente und Kabeltiefbau vorzusehen. Der Empfangsgebäude, der Unterstand und der Spielplatz Fuldaer Straße werden projektübergeordnet neugestaltet. Daher ist für die Verkehrsanlagen-Planung eine Neugestaltung der Gehwege, Bushaltestelle und der Platzfläche vorgesehen.