Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (nachstehend DFS genannt) beabsichtigt in ihrer Center-Niederlassung Karlsruhe insgesamt 18 RLT-Geräte in vier Technikzentralen durch neue Geräte zu ersetzen. Vier Versorgungsbereiche mit Flugsicherungstechnik (Betriebsraum und Serverräume) werden von dort mit insgesamt rund 185.000 m3/h Luft aus redundant aufgebauten Zentralgeräten gekühlt und klimatisiert. Die einzelnen Geräte fördern dafür Luftmengen von 25.000 bis 40.000 m3/h. Zur Teilklimatisierung und Lüftung von Technik- und Nebenräumen werden weitere Geräte mit Luftmengen zwischen 2.900 und 12.000 m3/h eingesetzt. Der RLT-Geräteaufbau soll grundlegend neu geplant und für den hygienischen und energiesparenden Betrieb optimiert werden. Auch dezentrale Varianten sowie die Möglichkeit der Abwärmenutzung soll betrachtet werden. In den Technikzentralen sind neben den RLT-Geräten die Luftkanäle und Kälteversorgungsleitungen (AG 3) sowie in geringem Umfang die Rohrleitungen der Be- und Entwässerung und Wärmeversorgung (AG 1 und 2) anzupassen. Die zugehörige Gebäudeautomation (AG 8) mit rund 1500 Hardware-Datenpunkten auf derzeit 10 Automationsstationen (AS) in 10 Schaltschränken soll modernisiert werden, mit AS entsprechend dem aktuellen Stand der Technik und BACnet Secure Connect (BACnet SC), dem neusten Standard für die sichere Kommunikation. Die neuen AS müssen auf eine bereits vorhandene Management- und Bedienebene (MBE), Siemens Desigo CC, aufgeschaltet werden. Für den reibungslosen Übergang ist die sorgfältige Analyse der bestehenden Netzwerkstrukturen und ein Konzept für die Implementierung von BACnet SC erforderlich. Alle Umbauarbeiten finden im laufenden Betrieb (24/7) statt. Da es sich um RLT-Anlagen zur Klimatisierung von Räumen mit Flugsicherungstechnik handelt, darf es zu keiner Zeit zu einer Betriebsunterbrechung kommen, bzw. dürfen geplante Unterbrechungen nicht den Betrieb der Flugsicherungstechnik gefährden. Für die jeweils vom Umbau betroffenen Anlagen und Versorgungsbereiche ist ein detaillierter Ablauf zu planen und die Berichte, Gutachten oder Planungen von Sonderfachleuten, Sachverständigen, Architekten oder anderen Fachplanern in allen Leistungsphasen (Lph) der Planung und Bauüberwachung zu berücksichtigen. Alle Arbeiten finden im Sicherheitsbereich des Gebäudes statt. Der Auftrag kann nur von Personen durchgeführt werden, für die eine Zuverlässigkeitsüberprüfung gemäß § 7 Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) vorliegt. Der gesamte Leistungsumfang gemäß § 55 HOAI 2021 wird in Leistungsstufen (LST) vergeben: LST 1: Lph 1-2; LST 2: Lph 3; LST 3: Lph 5-7; LST 4: Lph 8. Mit Vertragsschluss wird zunächst die LST 1 beauftragt. Ein Rechtsanspruch auf Übertragung der weiteren LST besteht nicht.
Lose (2)
Interessiert an dieser Ausschreibung?
Melden Sie sich kostenlos an und erhalten Sie automatische Benachrichtigungen für ähnliche Ausschreibungen mit KI-gestützter Analyse.