Beschreibung
Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (kurz: VHH) ist Partner im Hamburger Verkehrsverbund und betreibt 170 Linien mit über 2.300 Mitarbeitenden und 662 Omnibussen an 13 Standorten in Hamburg und Schleswig-Holstein.
Um die Ausrichtung des Omnibusverkehrs auf E-Mobilität ausbauen zu können, sind Betriebshöfe der VHH entsprechend umzurüsten. Hierfür plant die VHH den Neubau eines Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes am Hans-Böckler-Ring in Norderstedt sowie entsprechenden Rückbau eines bestehenden Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes.
Der Busbetrieb und der Verwaltungsbetrieb sind für die Bauphase ausgelagert, die Bestandsbauwerke (Werkhalle, Bürogebäude, Untergeschoss) werden vor Baubeginn AG-seitig zurückgebaut.
In dem neuen Gebäude sollen im Erdgeschoss zwei Spuren für die Busse geschaffen werden: die Werkstattspur mit einem Dacharbeitsplatz, Bremsenprüfstand und Lichteinstellplatz; die Pflegespur mit einer Waschanlage und Tanksäulen. Mittig der beiden Spuren befinden sich die erforderlichen Technik- und Lagerräume.
In den oberen Geschossen sind die Verwaltung, Umkleiden, Informations-Punkt und weitere erforderliche Technikräume untergebracht. Im Staffelgeschoss befindet sich ein großer Besprechungsraum mit Dachterrasse.
Das zweite Obergeschoss kragt über die Wasch- und Tankspurhalle in circa 5,50m Höhe aus, sodass eine Überdachung für abgestellte Materialien und die außenliegende Tanksäule entsteht.
In dem überdachten Außenbereich ist eine befestigte, WHG-konforme Betonfläche mit den Abmessungen von ca. 5m*10m herzustellen. Diese soll für die äußere Diesel-Tanksäule und zum Befüllen des 60-tsd.-Liter erdverlegten Diesel- und AdBlue-Tanks dienen.
Das Gebäude erhält eine Lüftungsanlage, und wird mittels Wärmepumpen beheizt, die mittels Geothermie betrieben werden. Die erforderlichen Geothermie-Tiefsonden werden, zeitversetzt/parallel zur Bauwerkserstellung, in Teilbereichen auf dem späteren Betriebshof erstellt, sodass dessen Erstellung mit dem Baubetrieb zu koordinieren sein wird.
Im Bereich der abgebrochenen Werkhalle und Verwaltungsgebäudes wird in einer separaten Bauphase, an derselben Stelle nach dem Abbruch, die Stellfläche Nord für Solo- und Gelenkbusse parallel zu den ausgeschriebenen Leistungen durch Drittgewerke errichtet. Auch ein unterirdisches Löschwasserrückhaltebecken wird in diesem Bereich, innerhalb dieser Bauphase gebaut.
Wesentliche Teile des Busbetriebshofs werden, zeitversetzt/parallel zur Bauwerkserstellung, nach Rückbau des Bestands, ebenfalls mit neuer Infrastruktur (u.a. Entwässerung, Elektrifizierung) erstellt und abschließend großteilig neu gepflastert, sodass auch die Erstellung der Infrastruktur und des Betriebshofs mit dem Baubetrieb abzustimmen sein wird.
In Q3 2025 wird der Busbetrieb auf dem neuen, elektrifizierten Betriebshof durch die VHH wieder aufgenommen. Der Bauablauf ist hierauf einzustellen.
Das Bauvorhaben wird in Gewerken ausgeschrieben. Das gegenständliche Vergabeverfahren umfasst auch die Erstellung einer Brandwand, der Verkehrs- und Entwässerungsanlagen (mit Abbruch) sowie der Versorgungsleitungen mit Leerrohren und Schächten. Während der Bauzeit sind parallellaufende Maßnahmen zu beachten und eine enge Abstimmung und Koordination dieser zu gewährleisten.