Im Zeitraum von März 2014 bis November 2015 wurde, im Auftrag des Freistaates Bayern,
vertreten durch die Regierung von Oberfranken ? Bergamt Nordbayern, vom Ingenieurbüro
GolHo mit Sitz in Niederschöna (Freistaat Sachsen) eine geotechnisch-markscheiderische
Bewertung des Steinkohlenbergbaus bei Stockheim und bei Reitsch, Landkreis Kronach (Oberfranken)
erarbeitet. Der Hauptentwässerungsstollen des Stockheimer Reviers ist der 1804
begonnene und mit seinen Flügelörtern 2.572 m lange Königlich Bayerische Maximilian Erbstollen.
Er trägt auch heute noch über eine 535 m lange, überwölbte Rösche das Grubenwasser
in die Haßlach ab. Mit Datum 03.06.2016 beauftragte das Bergamt Nordbayern nach vorangegangener
Ausschreibung das Ingenieurbüro GolHo mit der Untersuchung und Beschreibung
von Lösungsvarianten zur Schaffung stabiler hydraulischer und geotechnischer Verhältnisse im
Bereich des Stollenhaupttraktes und der Rösche. Das Sanierungskonzept wurde im
Oktober 2016 fertiggestellt und beschreibt die generelle Vorgehensweise zur Ausführung der
Sanierungsarbeiten.
Mit Datum 17.07.2017 beauftragte das Bergamt Nordbayern nach vorangegangener Ausschreibung
die G.U.B. Ingenieur AG mit den umfangreichen und komplexen Planungen zur
Sanierung des K. B. Maximilian Erbstollens einschließlich seiner Rösche. Um die logistischen
und sicherheitstechnischen Voraussetzungen für die untertägigen Sanierungsarbeiten
zu schaffen, musste der Stollen an weiteren Stellen von übertage aus zugänglich gemacht
werden. Im Zeitraum 2020/2021 ist als erster neuer Zugang der Christopherschacht auf den
Stollen abgeteuft worden. Von hier aus wurde die Umfahrung des Stollens in Richtung
des 2021/2022 aufgewältigten St. Katharina Förderschachts in Angriff genommen. Der
Christopherschacht dient derzeit als Flucht- und Wetterschacht. Die Arbeiten an der
Umfahrung werden seit Anfang 2025 wieder vom St. Katharina Förderschacht aus durchgeführt.
Als nächster Bauabschnitt müssen die Sanierungsarbeiten im Stollen zwischen dem Christopherschacht und dem Stollenmundloch durchgeführt werden. Der ca. 300 m lange Abschnitt
besitzt zahlreiche Schadstellen. Unmittelbar östlich und westlich der Friedhofstraße/Zufahrt
zum Steinmetzbetrieb Deinlein, besteht der größte und dringendste Handlungsbedarf. Zur
Ausführung dieser Arbeiten sind die bestehenden Tageszugänge (Mundloch des Stollens,
Kontrollschacht Friedhofstraße, Christopherschacht) zu weit entfernt, zu eng bzw. auch so
nicht nutzbar.
Daher soll eine temporäre Teufe, im Folgenden als Steinmetzschacht bezeichnet, westlich der
Zufahrt zum Steinmetzbetrieb Deinlein neben dem Kontrollschacht Onr. P 1.2/1 hergestellt
und von hier aus die wesentlichen Sanierungsarbeiten im Stollen direkt ausgeführt werden. Die
Teufe wird nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut, verfüllt und das in Anspruch genommene
Betriebsgelände wieder hergerichtet.
Herstellung eines Zuganges zum K. B. Maximilian Erbstollen über den neu zu errichtenden Steinmetzschacht und Sanierungsarbeiten im Stollen
Lose (1)
Interessiert an dieser Ausschreibung?
Melden Sie sich kostenlos an und erhalten Sie automatische Benachrichtigungen für ähnliche Ausschreibungen mit KI-gestützter Analyse.