Die Stadt Schlüchtern ist Eigentümerin der denkmalgeschützten Synagoge in Schlüchtern. Diese wurde 1898 errichtet und ist europaweit eine der wenigen erhaltenen Zentralbauten. Durch Umnutzungen nach 1938, u.a. als Textilfabrik, wurden im Inneren große Veränderungen mit Eingriffen in die Tragstruktur vorgenommen. Die Bausubstanz ist stark sanierungsbedürftig.
Im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages werden die Synagoge und das Rabbinerhaus von der Stadt an den Verein der Freunde der Synagoge Schlüchtern e. V. übergeben. Sowohl die Stadt Schlüchtern als auch der Verein kümmern sich derzeit um die Gewinnung von Fördermitteln. Die Stadt Schlüchtern hat bereits Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ erhalten, womit nunmehr die Planungsleistungen beauftragt werden können. Es ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Übergang der Bauherrenfunktion zum Verein vorgesehen.
Basis der Fördermittelakquise ist eine Nutzungskonzeption des Vereins (Erinnerungs- und Begegnungsstätte, kulturelle Nutzung) und die daraus resultierende Machbarkeitsstudie (siehe www.synagoge-schluechtern.com, dort „Perspektive“). Diese geht von Gesamtkosten in Höhe von 7,5 Mio. € für Bau und Ausstellung aus.
Es besteht ein untrennbarer Zusammenhang zwischen der architektonisch/szenografischen Konzeption zum Umbau der Synagoge und des Rabbinerhauses in Schlüchtern, der kuratorischen Planung unter Beachtung des Denkmalschutzes und der Ausstellungsplanung. Weiterhin haben weder die Stadt Schlüchtern noch insbesondere der Verein personelle Kapazitäten zur Koordination der Planung. Beide Faktoren gemeinsam begründen die Vergabe an einen Generalplaner mit entsprechender Verantwortung für das Gesamtwerk.
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