Beschreibung
Im Projekt sollen mögliche Einsatzfälle und die Anforderungen verschiedener Akteure (behinderte und/oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, EVU, Hersteller) an selbstständig bedienbare fahrzeugseitige Einstiegshilfen definiert werden.
Ziel
Ziel des Projekts ist die Definition von Anforderungen an selbstständig bedienbare fahrzeugseitige Einstiegshilfen und die Prüfung möglicher Einsatzfälle und der Umsetzbarkeit solcher Systeme im realen Eisenbahnbetrieb. Im Ergebnis sollen Anforderungskataloge für selbstständig bedienbare fahrzeugseitige Einstiegshilfen entstehen, die mit den betroffenen Akteuren (behinderte und/oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, EVU, Hersteller) abgestimmt sind.
Beschreibung
Höhendifferenzen zwischen Bahnsteig und Fahrzeugeinstieg erschweren oder verhindern insbesondere für Personen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität (PRM), z. B. Rollstuhlfahrende, den Zugang zu Schienenfahrzeugen.
Abhilfe zur Überwindung der Höhendifferenzen können fahrzeugseitige Einstiegshilfen schaffen. Allerdings sind diese momentan im Regelfall nicht selbstständig von den Fahrgästen bedienbar. Die daraus resultierende, teilweise fehlende selbstständige Zugänglichkeit der Fahrzeuge insbesondere für PRM steht im Konflikt zum Grundsatz der größtmöglichen Unabhängigkeit in der persönlichen Mobilität (Art. 20 UN-Behindertenrechtskonvention). Die im Grundgesetz (GG) und der UN-BRK geforderte Barrierefreiheit ist somit momentan nicht vollständig gegeben.
Bevor sich selbstständig bedienbare fahrzeugseitige Einstiegshilfen in der Praxis etablieren können, besteht jedoch hoher Abstimmungsbedarf zu den Systemanforderungen.