Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Es betreibt Forschung und Entwicklung in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung.
BECCAL hat das Ziel, vielfältige Experimente an Bord der internationalen Raumstation (ISS) mit ultrakalten und kondensierten Atomen für die Grundlagenforschung und Entwicklung künftiger Quantensensoren zu ermöglichen. Die internationale Weltraumstation bietet hierfür eine einzigartige Umgebung mit permanenter Schwerelosigkeit. Dies ermöglicht unter anderem verlängerte Freifall- und Beobachtungszeiten, die Nutzung weiterer Fallenkonfigurationen zum Fangen und Kühlen von Atomen, sowie Wiederholbarkeit für statistische Analysen.
BECCAL basiert auf QUANTUS und MAIUS, einer Serie von DLR-geförderten Projekten für atomoptische Experimente in Schwerelosigkeit im Fallturm sowie auf Höhenforschungsraketen und profitiert von den Erfahrungen des Cold Atom Laboratory (CAL), welches am NASA Jet Propulsion Laboratory entwickelt und 2018 auf der ISS installiert wurde.
Darüber hinaus finden die in BECCAL entwickelten technologischen und wissenschaftlichen Ansätze Anwendungen in Missionen wie STE-QUEST, einem Test der Universalität des freien Falls mit Atominterferometern. Des Weiteren treiben diese Ansätze auch Entwicklungen in der satellitengestützten Quantensensorik für Anwendungen in der Navigation und Erdbeobachtung voran.
BECCAL wird am Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik und am Institut für Quantentechnologien realisiert und durch das DLR-Raumfahrtmanagement unterstützt. Des Weiteren sind die Humbold Universität zu Berlin, die Johannes-Gutenberg Universität Mainz, das Ferdinand Braun Institut für Hochfrequenztechnik, die Leibniz Universität Hannover, die Universität Bremen, die Universität Ulm und die OHB System AG involviert.
Der Auftrag wird nach § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV ohne Wettbewerb vergeben, da ausschließlich die Universität Bremen die Flughardware und die Bodensysteme für das Projekt BECCAL fertigstellen kann. Hierbei handelt es sich um Erweiterungen bzw. die Fortführung der Arbeitspakete aus BECCAL III. Es müssen hierbei die Infrastrukturbauteile und Komponenten der Vakuumsysteme integriert werden.
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